Gedankenverloren

Es gibt Tage an denen Gedanken und Hoffnungen sich in Illusionen und Schicksal auflösen; jeder noch so kleine Schimmer von Glück und Zufriedenheit in sich zerbricht.
Sekunden erscheinen dann wie Stunden und jede noch so kleine Erinnerung verschwindet in weiter Ferne- und man kann nichts dagegen tun. Je mehr man sich dagegen auflehnt, desto mehr löst sich die zuvor wahrgenommene Welt im Nichts auf.
Gefühle entpuppen sich als der Mittelpunkt des Schmerzes, der immer und immer wieder mitten ins Herz sticht. Es fühlt sich an als ob die Atemwege blockieren und jeden Moment in sich zusammenbrechen - und ganz ohne Vorwarnung findet man plötzlich die Realität vor; die vorher nicht von Fiktion unterschieden werden konnte.
Jeder Versuch diesem Schmerz zu entfliehen entgleist in Wut, Kummer und Traurigkeit. Jede einzelne Träne versucht zu entlasten, erreicht jedoch das genaue Gegenteil und beschwert die Seele in doppelter Art und Weise. In jedem Moment dieser Stunden, Minuten und Sekunden stirbt ein Teil von jenem Traum, von dem man glaubt, zuvor gelebt zu haben.

1.10.08 23:58, kommentieren